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World-MG - Infothek - Das erste mal
"Muss ich Angst vor dem ersten Geschlechtsverkehr haben?"
Stimmen die Gefühle, äußeren Umstände und vor allem der Partner, sollte man vor dem ersten Geschlechtsverkehr keine Angst haben. Wenn man selbst möchte, ist es nicht schmerzhaft sondern sehr schön. Sehr selten kann es zu Blutungen kommen, wenn das Jungfernhäutchen einreißt. Das ist jedoch nicht beunruhigend und die Blutungen kommen von selbst zum Stillstand.
"Was genau passiert eigentlich beim Geschlechtverkehr, und wie macht man's richtig?"
Von der Definition her wird der Penis in die Scheide eingeführt. Das ist aber alles, was festgelegt ist. Wie und wann der Verkehr vollzogen, in welchen Positionen und wo, bleibt immer jedem selbst überlassen. Wichtig ist , dass es beiden Spaß macht.
"Wann soll ein Mädchen zum ersten Mal mit einem Jungen schlafen?"
Dafür gibt es kein "richtiges" Alter. Man sollte sich seelisch und körperlich reif fühlen, den Partner lieben und von ihm wiedergeliebt werden. Darüber hinaus muß man fähig sein, Verantwortung für sich und seinen Körper zu übernehmen, wie z.B. sorgfältig zu verhüten oder mit den Folgen einer ungewünschten Schwangerschaft fertig zu werden.
"Mein Freund versucht mich unter Druck zu setzen. Wenn ich nicht mit ihm schlafe, dann will er mich verlassen. Was soll ich tun?"
Dann muss man ihn wohl verlassen. Sex kann nur Spaß machen, wenn beide es gleichermaßen wollen. Hier ist der erste Punkt, als Frau Selbstachtung zu erlernen. Liebe beruht auf Vertrauen und Achtung vor dem Partner, Erpressung gehört nicht dazu.
"Wie kommt es, daß ich manchmal keinen Spaß beim Sex habe?"
Der Mensch ist kein Roboter. Die äußeren Umstände beeinflussen unser Empfinden. Daher ist man manchmal einfach seelisch nicht in der Verfassung, Sex zu haben. Hat man sich z.B. gerade total gestritten, ist müde oder hat Kummer, dann kann es viel wichtiger sein "nur" in den Arm genommen zu werden.
Wie geht das "Erste Mal" vor sich?
Viele Mädchen fürchten sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Sie denken dabei an Schmerzen und Blutungen. Durch das Einführen des Penis reißt das Jungfernhäutchen, auch "Hymen" genannt. Es kann ein ziehender Schmerz auftreten, der aber nach dem Geschlechtsverkehr normalerweise gleich wieder verschwindet. Die Schmerz-Intensität ist individuell unterschiedlich. Grundlegend kann man sagen, je entspannter die Situation ist, in der das "Erste Mal" stattfindet, desto geringer sind die Schmerzen.
Der Partner spielt dabei selbstverständlich eine entscheidende Rolle, auf sein behutsames Vorgehen kommt es an. Das so genannte Vorspiel, das den Körper auf den eigentlichen Akt, das Eindringen des Gliedes, vorbereitet, braucht seine Zeit. Die "Ruck-Zuck-Methode" ist sicher nicht geeignet. Das Mädchen sollte sich ganz sicher sein, dass es tatsächlich mit dem Partner schlafen will.
Ohne Druck - ohne Angst
Wenn sich das Mädchen nicht hundertprozentig sicher ist oder bereit fühlt, sollte es "Nein" sagen. Wenn die Gefühle des Partners echt sind, hat er dafür Verständnis und reagiert mit Geduld auf diese Situation. Nach dem Motto: Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!
Außerdem gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sich gegenseitig zu befriedigen, die ebenfalls schön sind und glücklich machen können. Es muss nicht immer der Geschlechtsverkehr an sich sein, der Sexualität und Intimität ausmacht. Das Berühren der Geschlechtsorgane und das gegenseitige Erregen fördert das Vertrauen und das gegenseitige körperliche Kennenlernen.
Innere Spannungen, die das "Erste Mal" verkrampft ablaufen lassen können, entstehen häufig durch die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken über geeignete Verhütungsmittel zu machen. Um die eigenen Körperreaktionen besser kennen zu lernen, ist es empfehlenswert, sich selbst zu erkunden. Dadurch gewinnt man an Selbstsicherheit und verliert die Scheu, sich nackt zu zeigen und fallen zu lassen.
Spontanes Erlebnis oder geplant?
Trotz aller Aufklärung und trotz des offeneren Umgangs mit sexuellen Themen: Der erste Geschlechtsverkehr ist für die Mehrheit der Jugendlichen eine ungeplante Situation. Im besten Fall sind sie mit dem vagen Gefühl vorbereitet, es könne bald dazu kommen. Die Vertrautheit mit dem Freund bzw. der Freundin ist die beste Voraussetzung, nicht vollkommen unvorbereitet in das Erlebnis des ersten Geschlechtsverkehrs zu stolpern.
Das erste Mal innerhalb einer Beziehung
Die Mehrzahl der Jugendlichen erlebt den ersten Geschlechtsverkehr im Rahmen einer festen Beziehung. Nicht immer ist es allerdings ihre erste Beziehung. Je größer die Vertrautheit der beiden Partner ist, umso besser sind sie vorbereitet. Die meisten entscheiden sich für die Pille oder das Kondom als Verhütungsmittel. Eine offene Atmosphäre im Elternhaus fördert die Kommunikation zwischen den Jugendlichen.
Für Mädchen ist meistens die Mutter oder die beste Freundin eine vertraute Ansprechpartnerin. Wenn Jungen sich überhaupt jemandem anvertrauen, dann einem Freund, meistens aber nicht den Eltern. In der Regel orientieren sich Jungen heute viel stärker an der Partnerin als früher. Das schlägt sich in der Tendenz nieder, Sexualität und Liebe zu verbinden und Rücksicht auf die Wünsche der Mädchen zu nehmen.
Zwei Drittel aller Jugendlichen sind jünger als 17 Jahre, wenn sie ihre erste Beziehung eingehen.
Das erste Mal als spontanes Erlebnis
Nur wenige Jungen und Mädchen erleben heute den ersten Geschlechtsverkehr in einer fremden Situation. Solche Fälle stehen meist in Zusammenhang mit unangenehmen Erfahrungen. Etwa ein Drittel dieser Jugendlichen entscheiden sich in der Folge, nicht in einer festen Partnerschaft zu leben.
Zu große Erwartungen
Die meisten Jungen und Mädchen denken heute sehr früh an den Geschlechtsverkehr. Sie reden und träumen davon, oft lange, bevor er überhaupt stattgefunden hat. Das erzeugt große Erwartungen und verstärkt die Anspannung und unbewusste Ängste. Hoffnungen, Fantasien und Ängste verwandeln sich leicht in Enttäuschung, wenn es zum ersten Erlebnis gekommen ist.
Die Angst vor der Defloration
Die meisten Mädchen messen der Defloration, dem Zerreißen des Hymen (auch Jungfernhäutchen), eine besondere Bedeutung bei. Bei den meisten jungen Frauen zerreist es erst bei der Penetration. Das Hymen kann aber schon vorher durch Tampons oder beim Sport beschädigt worden sein.
Viele stellen sich diesen Moment der Entjungferung eher unrealistisch vor. Sie ängstigen sich vor dem Moment, wenn der Penis in die Scheide eindringt. Manche Jungen sind besorgt, ob der Penis auch hart genug ist, um das Hymen zu durchstoßen, während Mädchen schmerzhafte körperliche Verletzungen befürchten. Meistens sind diese Sorgen unbegründet.
In den meisten Fällen zerreißt das Hymen sehr leicht, so dass die Jungen auf keinen Fall gewaltsam vorgehen müssen, sondern langsam und behutsam agieren sollten. Mädchen fühlen sich manchmal unbehaglich oder bluten leicht, aber meistens ist es für sie nicht schmerzhaft.
In sehr seltenen Fällen ist das Hymen für eine Penetration zu stark ausgeprägt. Zudem gibt es Mädchen, deren Scheidenöffnung komplett durch das Jungfernhäutchen verschlossen ist. Diese Probleme können durch einen kleinen frauenärztlichen Eingriff behoben werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Penetration ist die Feuchtigkeit der Scheide. Sie entsteht durch die Erregung und Lust, mit dem Partner zusammen zu sein, aber auch durch Stimulation. Ist die Scheide nicht feucht genug, kann das Einführen des Penis für beide schmerzhaft sein.
Entscheidend für ein gelungenes Erstes Mal ist die beidseitige Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, das Verliebtsein, Vertrauen, die Nähe zum Partner, Zeit, Ruhe und ein geschützter Raum. Auch eine geeignete Verhütung fördert die Entspannung beim ersten Mal, wodurch dieser Faktor sehr zuträglich für das Gelingen sein kann.
Geschichten von Jungs und Mädchen rund um das "Erste Mal".









